20.21.06.2008
Evangelische Akademie
„Die neuen Väter: Männer im Aufbruch?“
Galt das 20. Jahrhundert als das der Frauen, treten nun die Männer in den Blickwinkel von Wissenschaft und Politik. Es scheint sich eine Polarisierung von Lebensformen herauszubilden: hier 46 % der vollbeschäftigten Männer zwischen 25 und 45 Jahren, die kinderlos bleiben; dort: bewusste Väter, die soziale Vaterschaft leben wollen. Sie lassen sich nicht allein auf die Ernährerrolle reduzieren, sondern sehen sich als partnerschaftlicher Erzieher ihrer Kinder. Diese Männer nehmen die aktive Vaterrolle an, akzeptieren Gehaltseinbußen, beantragen Elterngeld und beschreiten kreativ neue Wege.
Bildet sich historisch betrachtet ein neuer Vatertypus heraus? Welche Vorbilder prägen die heutigen Väter? Der eigene Vater? Oder literarische Figuren?
Ist die Verhäuslichung des Vaters eine Reaktion auf die zunehmende Erwerbstätigkeit von Müttern oder ein Rückzug aus der entfremdeten Erwerbswelt? Subjektive Vaterschaft ist ein Ausdruck der Pluralisierung und Individualisierung von Lebensformen und stellt die mobile Familie vor neue Aufgaben. Dabei ist es für die zukünftige Entwicklung von Familienleben entscheidend, welche Angebote Gesellschaft und Arbeitswelt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bereithalten.
Eine Fotoausstellung zum Thema „Vaterliebe“ begleitet diese Tagung.
Leitung: Dr. Hans-Georg Babke, ARPM
Referenten:
Rainer Volz, Wissenschaftlicher Referent der Männerarbeit in der Ev. Kirche im Rheinland, Düsseldorf
Vertreter der Commerzbank Frankfurt a.M.
Teilnehmerkreis: Öffentliche Veranstaltung
Termin: 20.21.06.2008
Tagungsort: Haus Hessenkopf Goslar
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05.06.12.2008
Evangelische Akademie
„Glück“
Zu den Bestsellern der letzten Jahrzehnte gehören Lebensratgeber, wie man zu einem glücklichen Leben findet. Sie enthalten Rezepte zur Selbstverwirklichung, zum konsequenten Befolgen der Regungen seines Herzens, zur Realisierung der inneren Freiheit, zum leichten und beschwingten Leben. „Glück“, etymologisch abgeleitet von „Gelücke“ (=Gelingen), ist auch das Thema der gesamten Philosophiegeschichte. Je nach dem, ob man das Glück als höchstes Gut dem Bereich der triebgesteuerten Begierden und Neigungen zuordnet oder dem Bereich der Vernunft, ergeben sich daraus unterschiedliche Handlungsanweisungen, wie ein gelingendes Leben erreicht werden kann: entweder durch das Ausleben der Begierden oder durch deren Beherrschung. Unterschiedlich fallen auch die Antworten aus, ob es sich beim Glück um ein rein subjektives Gefühl der inneren Freiheit handelt, unabhängig von den äußeren Umständen, oder ob die Passung der äußeren Lebensbedingungen zu dem eigenen Willen ein wesentliches Moment des Glücks ist. Das Problem großer abstrakter Begriffe besteht darin, dass sie sich nicht einfach definieren lassen. Leichter ist es da, ihr Gegenteil zu bestimmen. Glück nach diesem Verfahren wäre also zumindest die Abwesenheit von Unglück. Was Unglück für uns wäre, lässt sich konkreter angeben als das, was „Glück“ beinhaltet. Die Frage ist, wie sich religiöse Heilsbotschaften zum Glück als höchstem Gut verhalten. Können sie damit identifiziert werden, oder gibt es spezifische Unterschiede zwischen Glücksversprechen und Heilsversprechen? Ließe sich beispielsweise die neutestamentliche Botschaft von der voraussetzungslosen Bejahung des Menschen problemlos im Rahmen glücksphilosophischer Vorstellungen reformulieren?
Leitung: Dr. Hans-Georg Babke, ARPM Wolfenbüttel
Referenten:
Professor Dr. Dr. Claus-Artur Scheier, Universität Braunschweig
Professor Dr. Jörg Lauster, Universität Marburg
PD Dr. Rochus Leonhardt, Universität Hamburg
Teilnehmerkreis: Öffentliche Veranstaltung
Termin: 05.06.12.2008
Tagungsort: Haus Hessenkopf, Goslar
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